Mehr Reichweite, gleiche Nähe: e-domizil im neuen Ferienwohnungs-Ökosystem

Mit der Übernahme von Interhome durch die HomeToGo Group ist einer der grössten Akteure im europäischen Ferienwohnungsmarkt entstanden. Dieter Rumpel, Geschäftsführer von e-domizil Schweiz vor dem Zusammenschluss und jetzt Director of Destination Partnerships & Solutions bei Interhome, spricht im Interview über die neue Konstellation, die Bedeutung des Schweizer Marktes und die Chancen für Tourismusdestinationen.

Ferienwohnungen und Ferienhäuser sind ein wichtiger Bestandteil des touristischen Angebots in der Schweiz. Gleichzeitig verändert sich der Markt: Internationale Reichweite, technologische Lösungen und professionelle Vertriebskanäle gewinnen weiter an Bedeutung. Mit HomeToGo, Interhome und e-domizil werden nun unterschiedliche Kompetenzen innerhalb einer starken europäischen Ferienhausgruppe gebündelt.

Doch was bedeutet diese Entwicklung konkret für den Schweizer Tourismus? Wie profitieren Destinationen, Gastgeberund Gäste von der grösseren Reichweite? Und wie lässt sich die lokale Verankerung von e-domizil mit den internationalen Möglichkeiten der HomeToGo Group verbinden?

DAs interview

Mit der Übernahme von Interhome durch HomeToGo und der Zusammenführung mit e-domizil ist ein neuer, sehr grosser Ferienwohnungsanbieter entstanden. Was bedeutet dieser Zusammenschluss konkret für den Schweizer Tourismusmarkt?

Mit der Übernahme von Interhome durch HomeToGo und der Zusammenführung mit e-domizil wurden zwei etablierte Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung im Schweizer Ferienwohnungsmarkt unter einem Dach vereint. Für den Schweizer Tourismusmarkt bedeutet dies vor allem mehr Reichweite, gebündeltes Know-how und eine stärkere Vermarktung von Ferienunterkünften.

Das Angebot von e-domizil wurde in das Portfolio von Interhome integriert. Dadurch profitieren Gäste von einer noch grösseren Auswahl an Ferienhäusern und Ferienwohnungen. Gleichzeitig erhalten Vermieter und Destinationen Zugang zu einem leistungsstarken internationalen Vertriebsnetz, moderner Technologie und hoher Marktexpertise.

Unterkünfte gewinnen an Sichtbarkeit, Destinationen an internationaler Präsenz und Gäste an Auswahl. Gleichzeitig trägt diese Entwicklung zu einer höheren touristischen Wertschöpfung in der Schweiz bei.

 

Wo sehen Sie den grössten Mehrwert für Schweizer Destinationen, die heute mit Interhome zusammenarbeiten? Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich durch die Bündelung der Plattformen und Vertriebskanäle?

Unsere Partnerdestinationen behalten ihre gewohnten Ansprechpartner und profitieren gleichzeitig von den zusätzlichen Stärken, die durch die Zusammenführung von Interhome und e-domizil entstanden sind – insbesondere von einer grösseren Vertriebskraft und internationalen Reichweite.

Durch die Zusammenführung können Ferienunterkünfte noch breiter vermarktet werden. Gleichzeitig vereinen wir die Erfahrungen beider Unternehmen – von Vertrieb und Marketing bis hin zu technologischen Lösungen und der Anbindung von Unterkunftsangeboten.

Der grösste Mehrwert für Schweizer DMOs liegt in einer höheren Sichtbarkeit, einer breiteren Marktabdeckung und zusätzlicher touristischer Wertschöpfung für die Destinationen. Unser Ziel bleibt unverändert: den Destinationen möglichst viel Arbeit abzunehmen und die Vermarktung ihrer Ferienunterkünfte bestmöglich zu unterstützen.

 

HomeToGo verfügt über eine enorme internationale Reichweite. Können Schweizer Destinationen und Gastgeber dadurch künftig neue Gästegruppen und Märkte erschliessen?

Davon sind wir überzeugt.

Schon bei e-domizil lautete unser Anspruch: «From local to global.» Gemeinsam mit den Destinationen bündeln wir deren Ferienwohnungsangebot und machen es auf internationalen Märkten auffindbar und buchbar.

Mit Interhome verfügen wir zusätzlich über ein etabliertes internationales Vertriebsnetz, das durch die Reichweite der HomeToGo-Gruppe ergänzt wird. Dadurch erreichen wir Gäste über zahlreiche Buchungsplattformen und in vielen relevanten Quellmärkten.

Gerade für kleinere und mittlere Destinationen eröffnet dies die Chance, Zielgruppen anzusprechen, die sie aus eigener Kraft nur schwer erreichen würden.

 

Welche Synergien entstehen durch die Zusammenführung von e-domizil und Interhome – und wie profitieren davon die Eigentümer von Ferienwohnungen sowie die regionalen Tourismusorganisationen?

Der grösste Vorteil liegt in der Kombination der jeweiligen Stärken.

Interhome bringt jahrzehntelange Erfahrung als internationaler Ferienhausveranstalter und eine starke Distribution mit. e-domizil verfügte über ein etabliertes Destinationsmodell sowie langjährige Partnerschaften mit Tourismusorganisationen und Gastgebern.

Eigentümer profitieren dadurch von einer professionellen Vermarktung über zahlreiche Vertriebskanäle sowie einer effizienten Buchungsabwicklung. Destinationen wiederum erhalten einen starken Partner, der lokale Marktkenntnis mit internationaler Vermarktungskompetenz verbindet.

 

Der Markt für Ferienunterkünfte wird zunehmend von globalen Plattformen geprägt. Welche Rolle kann eine starke Schweizer Organisation innerhalb der HomeToGo-Gruppe künftig spielen, um die Interessen der Destinationen zu stärken?

Internationale Reichweite und lokale Marktkenntnis schliessen sich nicht aus – im Gegenteil.

Interhome ist seit Jahrzehnten tief im Schweizer Markt verankert und kennt die Bedürfnisse von Destinationen, Gastgebern und Gästen. Gleichzeitig sind wir Teil einer internationalen Unternehmensgruppe mit entsprechender Reichweite.

Diese Kombination ermöglicht es uns, lokale Anforderungen und Besonderheiten gezielt in internationale Vermarktungsstrategien einzubringen. Wir denken global, handeln aber mit einem klaren Verständnis für die Bedürfnisse der einzelnen Destinationen.

 

Wie verändert sich die Zusammenarbeit mit den Destination Management Organisationen (DMOs) und Tourismusverbänden durch die neue Struktur? Gibt es neue Modelle oder Partnerschaften, die nun möglich werden?

In den vergangenen Monaten lag unser Fokus zunächst auf der erfolgreichen Integration von e-domizil und Interhome sowie der Harmonisierung unserer Prozesse und Systeme.

Für unsere Destinationen war dabei entscheidend, dass bestehende Partnerschaften langfristig gesichert und die Zusammenarbeit auf einer gemeinsamen Plattform weitergeführt werden kann. Deshalb profitieren unsere Partner auch heute von einer engen persönlichen Betreuung und den bewährten Leistungen.

Künftig werden wir gemeinsam mit unseren Destinationen neue Vermarktungsansätze, technologische Weiterentwicklungen und die gezielte Erweiterung unseres Vertriebsnetzes prüfen. Unser Ziel ist es, zusätzliche Nachfragepotenziale zu erschliessen, neue Gästegruppen anzusprechen und die touristische Wertschöpfung in den Destinationen nachhaltig zu stärken.

 

Wenn Sie fünf Jahre in die Zukunft blicken: Welche Chancen eröffnet die Integration von e-domizil und Interhome für die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Ferientourismus im internationalen Umfeld?

Prognosen über einen Zeitraum von fünf Jahren sind im Tourismus naturgemäss schwierig – das haben die vergangenen Jahre eindrücklich gezeigt.

Fest steht jedoch: Mit der Zusammenführung von e-domizil und Interhome sind wir heute stärker aufgestellt als zuvor. Diese Stärke möchten wir gemeinsam mit unseren Destinationen und Gastgebern nutzen, um die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Ferientourismus im internationalen Umfeld weiter auszubauen.

Unser Anspruch ist es, lokale Qualität mit internationaler Reichweite zu verbinden und damit langfristig zur touristischen Wertschöpfung und Attraktivität des Schweizer Ferienwohnungsmarktes beizutragen.

e-domizil ist VSTM-Goldpartner und auf die Vermittlung von Ferienwohnungen und Ferienhäusern spezialisiert. Das Unternehmen arbeitet mit Schweizer Destinationen, Agenturen und privaten Gastgeber:innen zusammen.

Kategorien: UnkategorisiertVeröffentlicht am: 30. Juli 2026