Nein zur SRG-Halbierungsinitiative
Am 8. März stimmen wir über die sogenannte SRG-Halbierungsinitiative ab. Der Schweizer Tourismus-Verband (STV) hat im Dezember 2025 die Nein-Parole zu dieser Vorlage beschlossen. Als Vorstandsmitglied des STV hat der VSTM diesen Entscheid mitgetragen und unterstützt.
Grundsätzlich äussert sich der VSTM nur sehr zurückhaltend zu politischen Sachvorlagen. In diesem Fall messen wir der Initiative jedoch eine besondere Bedeutung für den Tourismusstandort Schweiz bei. Vor diesem Hintergrund möchten wir euch im Vorfeld der Abstimmung ausnahmsweise im Namen des VSTM über die zentralen Gründe informieren, weshalb wir die Initiative klar ablehnen und ein Nein empfehlen.
Warum die SRG-Halbierungsinitiative dem Tourismus und den Destinationen schadet:
Die SRG ist ein zentraler Standortfaktor für den Tourismus
Die SRG leistet einen entscheidenden Beitrag zur Sichtbarkeit der Schweiz als Reiseland – im Inland wie im Ausland. Ihre Programme zeigen kontinuierlich die Vielfalt unserer Landschaften, Regionen, Kulturen und Lebensweisen.
Eine Halbierung der Mittel würde diese dauerhafte Präsenz massiv schwächen.
→ Weniger SRG bedeutet weniger Schweiz im Schaufenster.
Alle Landesteile sind betroffen – besonders die peripheren Regionen
Die SRG verbindet Sprach- und Kulturregionen und gibt auch Berggebieten, peripheren Räumen und Minderheitensprachen eine Stimme. Für viele Destinationen sind SRG-Formate die einzige regelmässige nationale Bühne.
→ Die Halbierung trifft nicht die Zentren, sondern die Regionen.
Sport- und Kulturanlässe verlieren Reichweite und Verlässlichkeit
Grosse wie kleine Sport- und Kulturanlässe profitieren von der redaktionellen Begleitung und Übertragung durch die SRG – oft unabhängig von kurzfristiger Rentabilität. Mit einem halbierten Budget geraten Übertragungen, Berichterstattung und Nachwuchsformate unter Druck.
→ Weniger SRG schwächt Sport, Kultur und Ehrenamt – und damit die Attraktivität der Destinationen.
Sendeformate setzen die Schweiz nachhaltig in Wert
Dokumentationen, Reportagen, Magazine und Serien machen die Schweiz erlebbar: Natur, Alpen, Städte, Traditionen, Innovation, Kulinarik und Menschen. Diese Inhalte schaffen emotionale Bindung, Glaubwürdigkeit und Identifikation – weit über klassische Werbung hinaus.
→ Die SRG erzählt die Schweiz differenziert, glaubwürdig und dauerhaft.
Private Medien können diese Rolle nicht ersetzen
Private Anbieter arbeiten marktorientiert und punktuell. Die SRG erfüllt einen Service-public-Auftrag, der genau dort wirkt, wo der Markt nicht trägt – regional, kulturell und sprachlich.
→ Die Halbierung bedeutet keinen Umbau, sondern einen strukturellen Verlust.
Unser Auftrag als Tourismusverantwortliche
Wir sind gefordert, uns klar gegen die SRG-Halbierungsinitiative auszusprechen. Nicht aus medienpolitischen Gründen, sondern im Interesse des Tourismus, der Regionen und des gesellschaftlichen Zusammenhalts unseres Landes.
→ Eine touristisch starke Schweiz braucht eine starke SRG.
